Pearson- und Spearman-Korrelationskoeffizienten sind zwei gängige Methoden zur Messung der statistischen Beziehung zwischen zwei Variablen. Beide Koeffizienten werden verwendet, um die Stärke und Richtung der Beziehung zwischen zwei Variablen zu bestimmen, aber sie haben unterschiedliche Ansätze, sie zu berechnen und zu interpretieren.
Der Pearson (r) -Korrelationskoeffizient misst die Stärke einer linearen Verbindung zwischen zwei kontinuierlichen Variablen. Es basiert auf der Annahme der Normalverteilung von Variablen und misst, wie nahe die Daten einer linearen Linie liegen. Der Wert von r liegt zwischen -1 und 1, wobei -1 auf eine vollständige inverse lineare Beziehung, 0 auf keine lineare Beziehung und 1 auf eine vollständige direkte lineare Beziehung hinweist.
Der Spearman-Korrelationskoeffizient (ρ) ist eine nicht parametrische Methode zur Messung der Beziehung zwischen zwei Variablen. Es erfordert keine Annahmen über die Verteilung von Daten und kann verwendet werden, um die Beziehung zwischen beliebigen Variablentypen (kontinuierlich oder sequenziell) zu messen. Der Koeffizient wird berechnet, indem die Ränge von Variablen konvertiert werden und misst, wie nahe die Ränge einer Variablen den Rängen einer anderen Variablen liegen.
Daher liegen die Hauptunterschiede zwischen Pearson- und Spearman-Korrelationskoeffizienten in ihren Berechnungsmethoden und den Anforderungen an den Datentyp. Der Pearson-Korrelationskoeffizient eignet sich zur Messung der linearen Beziehung zwischen kontinuierlichen Variablen, während der Spearman-Korrelationskoeffizient nicht auf die Datenverteilung beschränkt ist und zur Messung jeder Art von Beziehung zwischen Variablen verwendet werden kann.
Vergleich des Korrelationskoeffizienten von Pearson und Spearman
Pearson-Korrelationskoeffizient misst die lineare Beziehung zwischen zwei Variablen. Es nimmt Werte von -1 bis 1 an, wobei -1 für eine vollständige negative lineare Beziehung steht, 0 für keine Beziehung und 1 für eine vollständige positive lineare Beziehung. Der Pearson-Korrelationskoeffizient berücksichtigt nur die lineare Beziehung und ignoriert alle nichtlinearen Beziehungen. Es berücksichtigt auch nicht die Reihenfolge der Werte, sondern nur deren Größe.
Spearman-Korrelationskoeffizient misst die monotone Beziehung zwischen zwei Variablen. Es nimmt auch Werte zwischen -1 und 1 an, aber diese Werte bedeuten unterschiedliche Ebenen der monotonen Beziehung. Der Wert -1 gibt eine vollständige inverse monotone Beziehung an, 0 bedeutet keine Beziehung und 1 bedeutet eine vollständige direkte monotone Beziehung. Der Spearman-Korrelationskoeffizient ist unabhängig von der Messskala und kann daher verwendet werden, um die Beziehung zwischen Variablen verschiedener Datentypen, z. B. Nominalvariablen oder Ordinalvariablen, zu bewerten.
Der Hauptunterschied zwischen Pearsons Korrelationsfaktor und Spearmans Korrelationsfaktor besteht also darin, dass der erste eine lineare Beziehung zwischen Variablen misst, während der zweite eine monotone Abhängigkeit misst, die sowohl linear als auch nichtlinear sein kann.
Das Verständnis der Unterschiede zwischen diesen beiden Methoden hilft den Forschern, das am besten geeignete Werkzeug auszuwählen, um die Beziehung zwischen Variablen abhängig von der Art der Daten und den Hypothesen der Studie zu analysieren.
Bestimmung und Verwendung des Pearson-Korrelationskoeffizienten
Dieser Koeffizient kann verwendet werden, um verschiedene Probleme zu lösen und Forschung durchzuführen. Zum Beispiel kann es verwendet werden, um die Beziehung zwischen zwei Wirtschaftsindikatoren wie Inflation und Arbeitslosigkeit zu bestimmen. Es kann auch verwendet werden, um Daten in einer medizinischen Studie zu analysieren, z. B. um die Abhängigkeit zwischen dem Cholesterinspiegel und dem Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu untersuchen.
Um den Pearson-Korrelationskoeffizienten zu berechnen, müssen Wertepaare zweier Variablen vorhanden sein, da es sich um ein Maß für die Beziehung zwischen ihnen handelt. Als nächstes wird eine Reihe von mathematischen Operationen durchgeführt, einschließlich der Berechnung des Durchschnitts, der Standardabweichung und der Kovarianz. Der Pearson-Korrelationskoeffizient kann mit verschiedenen statistischen Programmen oder Rechnern sowie mit einfachen Berechnungen manuell berechnet werden.
Der Pearson-Korrelationskoeffizient misst die nichtlineare Beziehung zwischen Variablen nicht, da sie auf der Annahme der Linearität der Beziehung basiert. Wenn die Beziehung zwischen Variablen nicht linear ist, wird die Verwendung anderer Methoden, z. B. des Spearman-Korrelationskoeffizienten, vorzuziehen sein.
Bestimmung und Verwendung des Spearman-Korrelationskoeffizienten
Der Spearman-Koeffizient kann verwendet werden, wenn die Daten nicht normal verteilt sind oder wenn die Beziehung zwischen Variablen nicht linear ist. Es ermöglicht Ihnen zu bestimmen, wie ähnlich oder unterschiedlich die Rangfolge dieser Variablen ist.
Die Verwendung des Spearman-Korrelationskoeffizienten ermöglicht es, Beziehungen wie das monotone Aufsteigen (wenn eine Variable mit der Zunahme einer anderen zunimmt), das monotone Absteigen (wenn eine Variable mit der Zunahme einer anderen abnimmt) oder das Fehlen einer monotonen Verbindung aufzudecken.
Eine praktische Anwendung des Spearman-Koeffizienten besteht darin, dass er verwendet werden kann, um die Bindungsstärke zwischen Variablen zu bestimmen, ohne dass eine bestimmte Form dieser Bindung angenommen werden muss. Dies macht es zu einem universellen Werkzeug für die Analyse von Verbindungen in verschiedenen Bereichen, einschließlich Wirtschaft, Psychologie, Soziologie, Biologie und anderen.